Mit 60 Teilnehmenden, darunter fünf Nichtmitgliedern, verzeichnete die Jahreshaupt-versammlung der AWO Auerbach am 13. März im Bürgerhaus Kronepark nicht ganz die erwartete Resonanz. 1. Vorsitzender Thorsten Schrader würdigte in seiner Begrüßung das Engagement sowohl der Mitglieder als auch Ehrenamtlichen, ohne das die AWO nicht leben würde. „Ohne uns“, so der Vorsitzende wörtlich, „wäre es hier in Auerbach deutlich ruhiger – aber auch deutlich langweiliger.“ An die Begrüßung schloss sich das Gedenken an die sieben im Jahr 2025 verstorbenen Vereinsmitglieder an.

In seinem Vorstandsbericht konnte Schrader beachtliche Zahlen präsentieren. Im Vorjahr führte die AWO 44 Veranstaltungen mit nahezu 2.200 Teilnehmenden durch. Den größten Anteil daran hatten die zwölf Seniorennachmittage mit 782 Personen, gefolgt von den monatlichen Tanzcafés mit 670 Tänzerinnen und Tänzern. An den 13 Busfahrten, darunter eine 6-Tagefahrt in den Harz, nahmen insgesamt 645 Gäste teil. Der Vorstand tagte insgesamt vier Mal. Einen kleinen Rückschlag gab es bei der Mitgliederzahl, hier standen acht Eintritten fünf Austritte und sieben Todesfälle gegenüber, sodass der Verein zum Jahreswechsel 156 Mitglieder zählte.

Das Thema Busfahrten wurde vom Organisator Horst Knop ergänzend beleuchtet. Ihm liegen insgesamt 132 Voranmeldungen vor. Dennoch waren von den zwölf Fahrten nur die Hälfte ausgebucht, was über das Jahr den Ausfall einer gesamten Busbelegung ausmachte. Nur vier Mal war eine Fahrt kostendeckend, was ein fast vierstelliges Defizit zur Folge hatte. Da stelle sich die Frage, was die Mehrheit der durch ihre Voranmeldung erfassten Interessierten für Erwartungen an das Fahrtenprogramm generell habe. Bestes Negativbeispiel war die Premiumfahrt zur Burg Eltz und an die Mosel, für die ganze 35 Anmeldungen eingegangen waren.   Diese Erfahrung habe es auch notwendig gemacht, den Teilnehmerpreis abermals um 3,00 Euro anzuheben. Leider hätten die beiden ersten Fahrten dieses Jahres den Negativtrend des Vorjahres deutlich bestätigt.

Die zuvor geschilderten Verluste prägten dann auch den Kassenbericht von Rechnerin Hildegard Krell, der mit einem deutlichen Minus abschloss. Daran war auch in besonderer Höhe der tägliche Service „Essen auf Rädern“ beteiligt, der wöchentlich zurzeit 83 Essens-teilnehmer mit 450 Essen betreut. Im Bericht der Kassenprüferinnen Irene Hottenbacher und Roswitha Wagner gab es viel Lob für eine sehr umfangreiche und korrekte Kassenführung. Daher konnte die Versammlung den gesamten Vorstand guten Gewissens Entlastung erteilen.

Beim Tagesordnungspunkt „Grußworte“ meldete sich Jürgen Kaltwasser zu Wort und überbrachte Grüße und Dankesworte für die bisherige Stadtverordnetenversammlung.

Drei Anträge lagen der Versammlung zur Beratung und Abstimmung vor. Zunächst wurde Frau Levona Eckstein als neues Mitglied des Vorstands einstimmig bestätigt. Ein weiterer Antrag galt der überfälligen Einführung eines Mindestbeitrages, da hier aus der Vergangenheit noch sehr unterschiedliche Zahlungseingänge vorliegen. Dem Antrag des Vorstands auf eine Mindesthöhe von 3,50 Euro folgte die Versammlung nicht, sondern beschloss nach intensiver Aussprache den Betrag von 4,00 Euro bzw. 6,00 Euro für Familien pro Monat. Der dritte Antrag befasste sich mit dem fehlenden Versicherungsschutz von Mitgliedern und Amtsträgern. Hierzu war in der letzten Vorstandssitzung bekannt geworden, dass für diesen Personenkreis von Seiten der übergeordneten Organe, wie etwa beim Sport, keinerlei Versicherungsschutz vorgesehen ist. Daher bevollmächtigte die Versammlung   den Vorstand einstimmig, bei einem örtlichen Versicherungsanbieter einen für alle Betroffenen geltenden Versicherungsschutz abzuschließen.

Die Ehrung für langjährige Mitgliedschaft hatten sich 2025 insgesamt 18 Mitglieder verdient. Diese brachten es in Summe auf stolze 515 Mitgliedsjahre. Mit Urkunde und Präsent wurden vom Vorsitzenden für 15 Jahre Helga Bock, Helga Geiß, Brigitte Heil und Erika Spöhr, für 20 Jahre Reimer Johann, Sigrid Kübitz und Lorenz Schumacher, für 25 Jahre Hedwig Chylla und Reinhard Wagner, für 30 Jahre Karin Schuchmann, Rosalie Vorreiter und Fritz Walter, für 35 Jahre Horstfried Oehler, für 40 Jahre Norbert Bauer, Dr. Reinhard Bauß, Anni Degenhardt und Jürgen Kaltwasser und für 60 Jahre Hildegard Schubert geehrt. Für alle Geehrten bedankte sich Norbert Bauer und verband dies mit seiner Anerkennung für die engagierte Arbeit der Verantwortlichen des Vereins.

Nach einem abschließenden Ausblick auf die kommenden Veranstaltungen dieses Jahres schloss sich in bewährter Weise der Senioren-nachmittag mit Kaffee und Kuchen an.

Kn.

Bildtext: An zwölf von 18 zu Ehrenden konnte 1. Vorsitzender Thorsten Schrader (links) im Rahmen der Jahreshauptversammlung der AWO Auerbach entsprechende Urkunden für langjährige Mitgliedschaft überreichen.

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