…so der Titel der neuen Ausstellung im Damenbau vom 7.-28.Juni 2026, die die Gruppe Kunst im Fürstenlager im Kur- und Verkehrsverein 1866 e.V. mit Arbeiten von dem in Kassel und Grizzana-Morandi (Italien) lebenden Maler Johann Rosenboom zeigt.
Am Sonntag, den 7.Juli 2026 um 11.00 Uhr wird die Werkschau bei der Vernissage mit den einführenden Worten von Herrn Prof. Dr. Ernst-Dieter Lantermann eröffnet.
Johann Rosenboom wurde 1947 in Backemoor geboren und wuchs in Leer, Ostfriesland, auf. Nach einer Lehre als Feinmechaniker mit anschließender Tätigkeit in diesem Beruf studierte er von 1968 bis 1976 an der Fachhochschule Fulda und an der Hochschule für Bildende Künste in Kassel. Von 1977 bis 1981 arbeitete er als Kunsterzieher, später übernahm er einen Lehrauftrag an der Gesamthochschule Kassel. Johann Rosenboom lebt und arbeitet seit 1981 als freischaffender Künstler in Kassel und in seinem Atelier in der kleinen Apenninengemeinde Grizzana-Morandi nahe Bologna.
Manchmal als “Malarbeiter“ beschrieben, spricht er wie folgt von seiner Arbeitsweise: „Die uns umgebende sichtbare Welt, wie z.B. Landschaften, Architekturen, Innenräume, Figuren uvm. erscheinen uns durch ihre äußere Präsenz durch Licht und dadurch unterschiedlicher Intensitäten der Farbe im Raum und in der Zeit atmosphärisch vielfältig. Durch die
Betrachtung dieser sog. Realität entwickelt sich der Impuls, die Formen und Farben zu zerlegen und sie so zu komponieren, dass durch diesen transformativen Vorgang eine neue Wirklichkeit entstehen kann“.
Die Farbe als eine Erscheinung des Lichts in seinen Werken zu erforschen, das hat sich Johann Rosenboom zum Ziel gesetzt. Der Weg hat ihn in eine Selbstständigkeit geführt, in ein lebenslanges künstlerisches Arbeiten in der Natur, mit der Natur und den landschaftlichen Räumen, denen er seine wichtigsten malerischen Inspirationen verdankt. Über eine präzise Vorarbeit vor dem Motiv und sein geschultes Gedächtnis wird das Wahrnehmungsbild in ein kompaktes farbiges System übertragen. Topographische Details, anfangs vielleicht der Anstoß zu einem Werk, treten im Verlauf der malerischen Übersetzung immer weiter in den Hintergrund. Dafür trägt er – mal durchscheinend, mal deckend – die Farbe in mehrfachen Schichten auf und strukturiert den Bildraum in Formen und Flächen solange, bis ein innerbildliches Gleichgewicht erreicht ist. Die Motive, sei es die Natur, Interieur oder auch Stillleben verlieren dabei ihr ursprüngliches Aussehen. Die Methode, in einer vorsichtigen Abstraktion vom Detailreichtum über die Farben und einer aus ihnen entwickelten Bildtektorik eine Naturwahrnehmung zu etablieren, gehört für Rosenboom zu den Kompetenzen der Malerei, denen er seine Werke verschrieben hat.
Mit der Ausstellung im Damenbau möchte die Gruppe KiF das vielfältige Werk und die anhaltende Macht der Verzauberung durch die Malerei von Johann Rosenboom zeigen.
Der Damenbau ist geöffnet Samstag von 14.30-18.00 Uhr und Sonntag von 11.00-18.00 Uhr. Es wird kein Eintrittsgeld erhoben, über eine Spende für das Ehrenamtliche Engagement der Gruppe Kunst im Fürstenlager wären die Mitglieder dankbar.